Bergung von Kriegsrelikten

Als Bombenbergung bezeichnen wir alle Tätigkeiten, die notwendig sind, einen in der Messung als “Bombenverdächtig” erkannten Störkörper freizulegen.

Bei den Freilegungsarbeiten gehen wir immer davon aus, dass die vermutete Fliegerbombe durch Einbringen von Energie vorzeitig detonieren kann. Daher werden die Grabungsarbeiten immer möglichst erschütterungsarm ausgeführt. Das geschieht in der Regel durch Anlegen einer geböschten Bergungsgrube. Bis 1 m vor die erwartete Liegetiefe des Störkörpers wird die Grabung mit einem Bagger vorgenommen, den letzten Meter erledigen wir mit vorsichtiger Handarbeit.

Bei Auftreten von Grundwasser im Bergungsbereich setzen wir eine Grundwasserabsenkung ein. Bei beengten Platzverhältnissen kommen verschiedene Spezialtiefbaumaßnahmen zum Einsatz

Auch beim Bergen von Kleinkriegsrelikten, hauptsächlich nach Oberflächensondierungen, wird mit größter Sorgfalt und vorsichtiger Handarbeit gearbeitet. Nach erfolgter Freilegung des Verdachtsobjekts wird das Relikt durch unsere Experten zweifelsfrei identifiziert und gegebenenfalls dem Entminungsdienst des BMLV zur Vernichtung übergeben.